MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Beschäftigungsquote bei arabischen Israelis steigt

in Israel Zwischenzeilen

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums haben 2015 mehr als 13.000 Araber, Drusen, Beduinen und Tscherkessen durch die israelischen Arbeitsämter einen neuen Job gefunden. Damit haben 68 Prozent derer, die die speziell eingerichteten Arbeitsämter besucht haben, auch eine neue Beschäftigung gefunden. Das Ministerium hatte mit einer Rate von 56 Prozent gerechnet, die damit weit übertroffen werden konnte.

Die verschiedenen 2012 gestarteten Programme unterstützen speziell Minderheiten und bieten Kurse, u.a. für Hebräisch, an, die bei der Integration in den Arbeitsmarkt helfen sollen. Die hohe Erfolgsrate wurde auch durch ein neues Förderprogramm begünstigt, in dessen Rahmen arabische Akademiker Möglichkeiten in der High-Tech-Welt kennenlernen und wahrnehmen sollen. Allein im ersten Jahr konnten bereits 250 arabische Israelis in Firmen wie Amdocs, Intel oder IBM eine Beschäftigung beginnen.

Die Initiative unterstützt neben der Weiterbildung aber auch die Verkehrsinfrastruktur, die für viele arabische Städte und Dörfer immer noch unzureichend ist: So konnten acht neue Zufahrtsstrassen und 23 verbesserte Buslinien errichtet werden.

Eine arabische Mitarbeiterin in einem Start-Up für Biomedizin (Bild: http://www.ngt3vc.com).
Eine arabische Mitarbeiterin in einem Start-Up für Biomedizin (Bild: http://www.ngt3vc.com).

Weitere Informationen:

Beschäftigungsquote für Araber steigt (englisch), Ynet, 29.01.16

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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