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1.700 Jahre alte Grabsteine von Rabbinern entdeckt

in Israel Zwischenzeilen

In der Ortschaft Zippori im westlichen Galiläa wurden drei antike Grabsteine entdeckt. Die aramäischen und griechischen Inschriften weisen daraufhin, dass die dort begrabenen Personen Rabbiner waren, von denen viele in der antiken Stadt Sephorris gelebt haben. Die genauen Namen und Identitäten müssen von den Archäologen noch weiter erforscht werden.

„Die Bedeutung der Funde liegt darin, dass sie das tägliche Leben und die Kultur von Juden in der Region vor etwa 1.700 Jahren reflektieren“, erklärte Dr. Motti Aviam vom Kinneret College.

Die antike Stadt Sephorris, die oberhalb des heutigen Kibbuzes Zippori liegt, war ein wichtiges jüdisches Zentrum, wie viele der bisherigen archäologischen Funde in der Gegend zeigen: Darunter Spuren verschiedener jüdischer Ritualbäder und von 17 verschiedenen Grabinschriften, die meisten von ihnen in aramäisch, der damals unter Juden verbreiteten Umgangssprache.

Einer der gefundenen Grabsteine mit aramäischer Inschrift (Bild: Mickey Peleg, Israelische Behörde für Altertum)
Einer der gefundenen Grabsteine mit aramäischer Inschrift (Bild: Mickey Peleg, Israelische Behörde für Altertum)

Weitere Informationen:

Archäologische Funde in Galiläa (englisch), 02.02.16

 

 

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Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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