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Jüdisch-Arabische Liebesgeschichte wird aus Israels Klassenzimmern verbannt

in Israel Zwischenzeilen/Leben, Kultur & Sport

Nachdem der Roman „Gader Chaia“ (zu Deutsch: Hecke) über eine Liebe zwischen einer jüdischen Frau und einem palästinensischen Mann aus dem Lehrplan genommen wurde, halten die Diskussionen über diese Entscheidung an. Das Bildungsministerium hatte die Massnahme damit erklärt, dass „die Identität und das Erbe der Schüler jedes Sektors“ erhalten werden müsse und „intime Beziehungen zwischen Juden und Nicht-Juden die eigene Identität bedrohen“.

Nach heftiger Kritik u.a. von Künstlern, Politikern sowie der israelischen Gesellschaft für Bürgerrechte prüft nun der Generalstaatsanwalt Yehuda Weinstein ob die Entscheidung gesetzeswidrig war. Das Ministerium für Bildung reagierte vorerst auf die Kritik mit der Bekanntmachung, dass das Buch in erweiterten Literaturklassen studiert werden dürfe – aber vom regulären Lehrplan ausgeschlossen bleibe.

In der Zwischenzeit ist der Roman von Dorit Rabinyan in vielen Buchläden Israels ausverkauft – unter den Käufern seien auch viele Schuldirektoren, weiss die Zeitung Haaretz zu berichten.

Das Buch „Gader Chaia“ von Dorit Rabinyan (Bild: Wikipedia)
Das Buch „Gader Chaia“ von Dorit Rabinyan (Bild: Wikipedia)

Weitere Informationen:

Generalstaatsanwalt ermittelt zu verbotenem Buch (englisch), Haaretz, 03.01.16

 

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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