MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Israel erlaubt weiteren 9.000 Äthiopiern die Einreise

in Israel Zwischenzeilen

Die israelische Regierung hat in der vergangenen Woche entschieden, die letzten verbleibenden Nachkommen der Falashmura-Äthiopier nach Israel zu bringen. Rund 9.000 Menschen sollen über einen Zeitraum von fünf Jahren ins Land kommen. Die Falashmura sind Nachkommen der äthiopischen Juden, die jedoch zum Christentum konvertiert sind. Viele von ihnen haben bereits Verwandte im Land und es ist geplant, dass sie einen Übertritts-Prozess zurück zum Judentum durchlaufen.

In Israel leben momentan rund 135.500 Juden die äthiopischen Ursprungs sind, mehr als 92.000 von ihnen wurden durch die Regierung ins Land gebracht. Die meisten in einer der grossen Operationen in den Jahren 1984 bis 1991. Die äthiopischen Israelis sorgten erst vor kurzem für eine öffentliche Diskussion, als sie mehrere grosse Demonstrationen gegen Rassismus und Diskriminierung abhielten. Mehr als ein Drittel von ihnen lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Eine Familie Falashmura-Äthiopier bei der Ankunft in Tel Aviv im Jahr 2012 (Bild: Jewish Agency) .
Eine Familie Falashmura-Äthiopier bei der Ankunft in Tel Aviv im Jahr 2012 (Bild: Jewish Agency) .

Weitere Informationen:

Mehr äthiopische Einwanderer für Israel (englisch), Times of Israel, 29.10.15

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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