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Israel will mit Innovations-Visum mehr Fachkräfte anziehen

in Israel Zwischenzeilen

„Wir haben nicht mehr genug Geeks“, diese Warnung von Yoram Yaacovi, F&E-Manager von Microsoft in Israel, hat sich das Wirtschaftsministerium anscheinend zu Herzen genommen. Wie nun bekannt wurde, soll zukünftig ein besonderes „Innovation Visa“ auch Nicht-Juden ermöglichen, in Israel zu arbeiten. Vor allem Unternehmer, die Technologien entwickeln oder Start-ups gründen wollen, sollen so angelockt werden.

Damit wolle man, so Wirtschaftsminister Arye Deri sicherstellen, dass Israel weiterhin „weltweites Zentrum für Innovation und Entwicklung“ bleibt. Mit dem Visa sollen geeignete Kandidaten auch Infrastruktur wie Arbeitsräume und -Technik sowie professionelle Unterstützung erhalten. Zur Frage, ob das Visa insgesamt auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt wird, gibt es bisher keine Informationen. Auch ist nicht klar, welche Berufsgruppen es neben Entwicklern und Gründern noch einbeziehen könnte.

Israel hat eine besondere Einwanderungspolitik, die es Menschen mit jüdischen Vorfahren ermöglicht, Staatsbürger zu werden. Andere Möglichkeiten, in Israel eine Aufenthaltserlaubnis mit Arbeitsgenehmigung zu erhalten, sind rar gesät bzw. nur sehr schwer zu bekommen: Beispielsweise über die Lebenspartnerschaft/Ehe mit einem israelischen Staatsbürger oder als Experte bzw. Gastarbeiter für eine begrenzte Zeit.

Damit Israel die Start-up-Nation bleibt, sollen jetzt auch Nicht-Juden Arbeitsvisa bekommen können (Bild: Presse).
Damit Israel die Start-up-Nation bleibt, sollen jetzt auch Nicht-Juden Arbeitsvisa bekommen können (Bild: Presse).

Weitere Informationen:

Israel launcht Innovations-Visum (englisch), JPost, 23.10.15

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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