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Nach Hitzewelle: Preise für Obst und Gemüse explodieren

in Israel Zwischenzeilen

Nachdem es im vergangenen Monat ungewöhnlich heiß in Israel war, sind die Großhandelspreise aufgrund der Ernteausfälle vor allem für Obst und Gemüse geradezu explodiert. Allein in der vergangenen Woche stiegen die Preise um mehrere Zehnprozent-Punkte an.

Supermarktketten wie Rami Levy wollen die Waren nicht länger mit Verlust verkaufen und bieten vorerst nur einen Bruchteil ihres normalen Sortiments an. „Das wird jetzt natürlich erst einmal einen Mangel verursachen, aber wenn wir weiter kaufen, werden die Preise nur weiter ansteigen. Momentan prüfen wir die Möglichkeit, aus Spanien zu importieren. Gurken sind dort bedeutend günstiger als in Israel“, beschreibt Konzernchef Rami Levy die Situation.

Das Ministerium für Landwirtschaft gab bekannt, dass es die Importbedingungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse erleichtern will. Importe aus Jordanien seien bereits auf dem Weg. Neben der Hitzewelle sei die Ernte, laut Dubi Amitai, dem Präsident des Landwirtschaftsverbandes, aber auch deswegen geringer ausgefallen, weil viele Bauern im Süden des Landes nach dem letzten Gaza-Krieg nicht ausreichend entschädigt worden sein und daher ihren Anbau eingestellt hätten.

Dieses leere Gemüseregal in einem Bio-Markt in Tel Aviv bleibt hoffentlich die Ausnahme (Bild: KH)
Dieses leere Gemüseregal in einem Bio-Markt in Tel Aviv bleibt hoffentlich die Ausnahme (Bild: KH)

Weitere Informationen:

Preise für Obst und Gemüse explodieren (englisch), Haaretz, 19.09.15

 

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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