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Israel soll globales Finanzzentrum werden

in Israel Zwischenzeilen

Der amerikanisch-israelische Geschäftsmann Tal Keinan hat einen Traum: „Wenn Israel die Finanzdienstleistungsbranche als Exportgeschäft verstehen und sich den Anspruch setzen würde, führend in dieser Industrie zu werden, könnten wir die Besten der Besten ins Land bringen.“

Keinan, der 19 Jahre als Pilot in der israelischen Armee gedient hat, will diese Vision mit seinem Investmenthaus „Clarity Capital“ vorantreiben. Sein Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren insgesamt 20 Milliarden Dollar zu verwalten. Zwar liegt das Hauptquartier der Firma in New York, aber Keinan sieht darin keinen Widerspruch, da sich potentielle Kunden nun einmal in den USA befänden.

Keinan ist mit seinem Vorhaben, aus Israel ein globales Finanzzentrum zu machen, nicht alleine. So wurden mit Unterstützung der Regierung bereits wichtige Finanzdienstleister wie Citigroup und Barclay nach Israel gebracht. Bemühungen um Reformen durch ein extra dafür gegründetes Komitee konnten jedoch aufgrund der globalen Finanzkrise keine volle Wirkung entfalten. Die Grundlagen für Rechtsvorschriften seien aber, so Prof. Eugene Kandel, wichtigster ökonomischer Berater von Benjamin Netanyahu, etabliert.

Die Tel Aviver Börse ist gerade in dieses neue Gebäude gezogen (Bild: Yael Engelhart/Haaretz).
Die Tel Aviver Börse ist gerade in dieses neue Gebäude gezogen (Bild: Yael Engelhart/Haaretz).

Weitere Informationen:

Israel soll Finanzzentrum werden (englisch), Haaretz, 21.09.15

 

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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