MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Israel auf Platz vier der kinderfreundlichsten Länder

in Israel Zwischenzeilen

Israel ist teuer. Es ist heiss und rund alle zwei Jahre herrscht Krieg – und trotzdem landete das Land auf dem aktuellen Family Life Index der Expat Organisation InterNations auf Platz vier und steht damit vor Ländern wie Deutschland, der Schweiz und den USA.

Die Umfrage bat Expat-Eltern, also ins Ausland Entsandte, das Land, in das sie gezogen sind, hinsichtlich Qualität, Kosten und Verfügbarkeit von Ausbildungs- und Betreuungseinrichtungen zu bewerten. Zusätzlich wurde die Kategorie „allgemeines Wohlbefinden der Familie“ erhoben. Dabei schnitt Israel besonders gut bei letzterer ab (Platz drei). In den Bereichen Qualität und Kosten der Ausbildung reichte es jedoch nur für Platz 16 und 13. Besser als Israel schnitten insgesamt nur Österreich, Finnland und Schweden ab.

Warum ist Israel bei Eltern so beliebt? Der kostenpflichtige Kindergartenplatz bis zu drei Jahren kostet gerne mal an die 4000 NIS (ca. 900 Euro, 980 CHF). Und die staatlichen Einrichtungen ab drei Jahren sind mit zwei Betreuern für bis zu 35 Kinder und Schulklassen mit bis zu 40 Schülern oft überfüllt. Aber davon abgesehen gibt es in Israel Unmengen an Spielplätzen und sie werden in jedem Restaurant gerne gesehen. Und weil Kinder so einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft haben, beschwert sich auch niemand, wenn es mal etwas lauter oder chaotischer wird.

Einer der vielen Spielplätze in Tel Aviv – so leer sind sie sie allerdings selten (Bild: Telaviv4fun.com).
Einer der vielen Spielplätze in Tel Aviv – so leer sind sie sie allerdings selten (Bild: Telaviv4fun.com).

Weitere Informationen:

Israel beliebt bei Expat-Eltern (englisch), Times of Israel, 28.08.15

 

Informationen über das israelische Betreuungssystem (englisch), Nefesh b’Nefesh

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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