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Herzlia überlegt Insel für mehr Wohnraum zu bauen

in Israel Zwischenzeilen

In Israel herrscht ständig Wohnungsnot, besonders bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Der Ort Herzlia hat sich nun eine kreative Lösung für dieses Problem überlegt: Vor der Hafenstadt sollen im Mittelmeer künstliche Inseln aufgeschüttet werden, dafür hat das Ingenieursamt nun eine Studie in Auftrag gegeben, die die Durchführbarkeit dieser Idee untersuchen soll. Für 650.000 Schekel (etwa 145.000 Euro, 157.000 CHF) soll geprüft werden, ob neues Land für rund 40.000 Wohneinheiten ins Mittelmeer gebaut werden kann.

Eine weitere Idee ist, den kleinen Flughafen, der in der wohlhabenden Stadt Herzlia vor allem für Privatflieger genutzt wird, auf die Mittelmeerinsel zu verlegen. Bisher steht die Kommission für Planung und Bau der Idee kritisch gegenüber – die Ergebnisse der Studie sollen das hoffentlich ändern. Allerdings sind auch Umweltschützer von dem Plan, der in der Umsetzung sicherlich Milliarden kosten würde, nicht besonders begeistert. Viele Bürger bezweifeln darüber hinaus, ob die künstlichen Inseln wirklich mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen würden, oder ob eine solche Wohnanlage nicht nur die Reichsten bedient.

So könnten die künstlichen Inseln vor Herzlia aussehen (Bild: Globes)
So könnten die künstlichen Inseln vor Herzlia aussehen (Bild: Globes)

Weitere Informationen:

Herzlia will künstliche Inseln bauen (englisch), Globes, 18.08.15

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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