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Knesset stimmt über schärferes Tierschutzgesetz ab

in Israel Zwischenzeilen

Die Knesset wird in Kürze über einen neuen Entwurf zur Erweiterung des bisherigen Tierschutzgesetzes abstimmen. Der Entwurf, der bereits von 80 Knesset-Mitgliedern sowie dem Komitee für Rechtssprechung befürwortet wurde, sieht vor, dass bei Tierquälerei immer Freiheitsstrafen verhängt werden. Bisher war es möglich, Geldstrafen zu geben.

„Zusätzlich zu dem furchtbaren Missbrauch von armen Tieren“, heisst es in dem Entwurf, „zeigen die Fälle den moralischen und sozialen Verfall der israelischen Gesellschaft. Es fällt schwer, zu akzeptieren, dass ein Dieb mit bis zu sieben Jahren bestraft werden kann, während Quälerei oder das Töten eines Tieres höchstens drei Jahre Gefängnis zur Folge haben, die einfach in eine Geldstrafe umgewandelt werden können. Die Erweiterung des bisherigen Gesetzes macht deutlich, dass Tierschutz ein wichtiger Bestandteil der moralischen Entwicklung der israelischen Gesellschaft ist.“

Strassenhunde in der Nähe von Haifa (Bild: www.letlive.org.il)
Strassenhunde in der Nähe von Haifa (Bild: www.letlive.org.il)

Weitere Informationen:

Neues Tierschutzgesetz geplant (englisch), Haaretz, 20.07.15

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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