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Israelische Studie: Stillen senkt Leukämie-Risiko

in Israel Zwischenzeilen

Das Stillen von Babys für mindestens sechs Monate reduziert das Risiko für kindliche Leukämie und Lymphdrüsenkrebs um 19 Prozent. Dies zeigt eine Veröffentlichung von Wissenschaftler der Universität Haifa, die 18 verschiedene Studien aus den letzten 50 Jahren mit 28.000 Kindern weltweit analysiert haben. „Stillen sollte dringend unterstützt werden“, erklärt die leitende Wissenschaftlerin am Institut für Öffentliche Gesundheit, Dr. Efrat Amitay, „Zukünftige Mütter sollten darüber informiert werden und medizinisches Personal sollte in der Lage sein, zu helfen, wenn die Mütter Probleme beim Stillen haben.“

Wie die Analyse zeigte, erkranken selbst Kinder, die nur gelegentlich gestillt wurden, immer noch zu 11 Prozent weniger an Leukämie, als die, die nie gestillt wurden. Ausschliessliches Stillen in den ersten vier Monaten führte entsprechend der Studie sogar zu einer Reduzierung um 43 Prozent.

Jährlich erkranken in Israel rund 400 Kinder in Israel an Krebs, 170 bis 190 davon haben Leukämie oder Lymphdrüsenkrebs.

Das internationale Symbolbild fürs Stillen (Bild: Wikipedia)
Das internationale Symbolbild fürs Stillen (Bild: Wikipedia)

Weitere Informationen:

Stillen senkt Risiko für Krebserkrankungen (englisch), Haaretz, 13.07.15

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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