MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

In Israel liegt einer der zehn heissesten Orte der Welt

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Während Hitzewellen die Menschen in Deutschland und der Schweiz schwitzen lassen – sind solche Temperaturen für die Bewohner des israelischen Kibbuz Tirat Zvi nichts Ungewöhnliches: Zwar sind sie selten so hoch wie die rekordverdächtigen 53,9 Grad, die dort im Juni 1942 gemessen wurden, aber 40 Grad sind im Sommer normal. Damit gehört der Ort zu den zehn heissesten bewohnten Plätzen der Welt.

Die Bewohner des Kibbuzes, der in der Bet Sche’an Ebene rund 220 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, arbeiteten seit jeher vor allem in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Als Ende der 60er Jahre langsam Klimaanlagen eingeführt wurden, wehrten sich viele Kibbuz-Mitglieder gegen die „bourgeoise“ Technik. „Heute“, erzählt Shelly Ganiel, die 1970 aus New York in den Kibbuz gezogen ist, „ist es normal, vom klimatisierten Haus zur klimatisierten Synagoge und von dort zum klimatisierten Speisesaal zu gehen.“ Selbst die Traktoren verfügen seit rund zwanzig Jahren über Klimaanlagen.

Daneben nutzen die Bewohner, vor allem die jüngeren, die natürlichen Quellen der Gegend und den Swimmingpool des Kibbuzes zur Abkühlung.

Kinder in Tirat Zvi kühlen sich in einem der Teiche ab (August 1950, Bild: Archiv des Kibbuzes).
Kinder in Tirat Zvi kühlen sich in einem der Teiche ab (August 1950, Bild: Archiv des Kibbuzes).

Weitere Informationen:

Heiss, heisser, Tirat Zvi (englisch), Israel21c, 02.07.15

 

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Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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