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Studie zu Kosten und Gehältern: „Israel gehört zu den schlechtesten Orten“

in Israel Zwischenzeilen

Diese Zahlen geben zu denken: Israel gehört laut einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Nielsen zu den teuersten Ländern im Vergleich zu Europa. Was die Kosten für Lebensmittel, Hygieneartikel und Haushaltsgüter angeht, liegt Israel nur knapp hinter der Schweiz und Norwegen. Laut der Studie, die 2014 unter 30.000 Konsumenten weltweit durchgeführt wurde, liegen die durchschnittlichen Ausgaben für oben genannte Güter in Europa bei 1.520 NIS (ca. 350 Euro, 365 CHF) – in Israel betragen sie 1.930 NIS (ca. 443 Euro, 464 CHF) und liegen damit 22 Prozent über dem europäischen Durchschnitt.

Bezüglich des Verhältnisses zwischen Einkommen und Ausgaben stellten die Autoren der Studie in ihrem Bericht fest, dass „Israel zu den schlechtesten Orten“ gehört. Die Ausgaben in Israel entsprechen etwa den Ausgaben in Dänemark – dort jedoch sind die Gehälter um rund 75 Prozent höher als im israelischen Durchschnitt.

Der israelische Lebensmittelmarkt ist grösstenteils in der Hand von wenigen israelischen Unternehmen. Neue Discounter-Ketten wie Echad und die des Unternehmens Coffix versprechen preiswertere Waren. Aber auch die etablierten Ketten suchen, wegen immer stärker sinkender Umsätze, Wege, die Monopolstrukturen in Israels Lebensmittelbranche zu durchbrechen.

Nielsen Studie: Israel liegt auf dem 3. Platz unter den teuersten Ländern, aber belegt nur Platz 13. bei den Gehältern (Bild: Presse)
Nielsen Studie: Israel liegt auf dem 3. Platz unter den teuersten Ländern, aber belegt nur Platz 13. bei den Gehältern (Bild: Presse)

Weitere Informationen:

Nielsen-Studie zu Ausgaben und Gehältern (englisch), Ynet, 01.05.15

 

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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