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Mimouna-Feier nach Pessach: Endlich wieder „Chametz“

in Israel Zwischenzeilen

Es ist ein Brauch, der ausserhalb von Israel nicht sonderlich bekannt ist: die orientalische Mimouna-Party, die traditionell nach den Pessach-Feiertagen stattfindet. Zum Ende der Woche, in der man nach jüdischen Glauben keine Getreide- und Hefeprodukte (so genannte „Chametz“) essen darf, tischen viele Familien algerischer und marokkanischer Herkunft kiloweise Gebäck und Süssigkeiten auf.

Mittlerweile sind die Feierlichkeiten nicht nur in Familien nordafrikanischer Herkunft äusserst beliebt: „Der Feiertag durchgeht einen interessanten Prozess in Israel. Aus dem Tag der marokkanischen Gemeinde ist ein nationaler Feiertag geworden, der mittlerweile in der Öffentlichkeit gefeiert wird. Sogar viele Stadtverwaltungen haben den Feiertag übernommen“, erklärt Dr. Meir Buzaglo, Direktor des Instituts für Philosophie der Hebräischen Universität in Jerusalem.

Mimouna-Feier in Israel (Bild: Wikimedia/ U.S. Embassy Tel Aviv)
Mimouna-Feier in Israel (Bild: Wikimedia/ U.S. Embassy Tel Aviv)

Weitere Informationen:

Mimouna-Feier wird Mainstream (englisch), Ynet, 09.04.15

 

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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