Osem will Heinz-Ketchup aus den Regalen verbannen

in Israel Zwischenzeilen

Der israelische Nahrungsmittelhersteller Osem hat eine Kampagne gegen den Wettbewerber Heinz-Ketchup ins Rollen gebracht: Nach Angaben der Firma, die zum Schweizer Nestlé-Konzern gehört, enthalte der Heinz-Ketchup lediglich 21 Prozent Tomatenkonzentrat und nicht die vorgeschriebenen 41. Osem forderte daher Supermärkte auf, die Produkte des Wettbewerbers aus den Regalen zu nehmen. Die Kampagne wird als Reaktion darauf gesehen, dass Heinz seine Marketing-Bestrebungen in Israel verstärkt hat.

„Osem konkurriert mit Heinz über den Konsumenten und das Regal, die einzigen, die mir sagen können, ob Heinz-Ketchup zulässig ist oder nicht, ist das Gesundheits-Ministerium.“, kommentierte Supermarkt-Mogul Rami Levy die Forderungen von Osem.

Seitdem die israelische Regierung beschlossen hat, Nahrungsmittelimporte zu vereinfachen, sind die Aktienwerte von israelischen Nahrungsmittelherstellern wie Osem stark abgerutscht. Das Unternehmen verkauft 85 Prozent seiner Waren in Israel und hat, noch, das Monopol über viele Produkte.

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Weitere Informationen:

Osem zieht in den Ketchup-Krieg (englisch), ynet, 13.01.15

Neue Gesetze bedrohen Osem (englisch), businessweek, 14.01.15

 

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).