MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Nach Öl-Verschmutzung: Neue Technologien für einen sauberen Negev

in Israel Zwischenzeilen

Als im Dezember letzten Jahres eine Öl-Pipeline in der Nähe des Naturreservates „Evrona“ in der Arava explodierte, hatte dies eine der schlimmsten Umweltkatastrophen Israels zur Folge: Zwischen drei und fünf Millionen Liter Rohöl strömten in die Wüstengegend mit verheerenden Konsequenzen für Flora und Fauna.

Für israelische Wissenschaftler und Forscher bot sich durch das Unglück eine Möglichkeit, ihre Entwicklungen für die Behandlung von verseuchten Böden zu testen. So konnten u.a. die beiden Wissenschaftler Prof. Yoel Sasson und Dr. Uri Stoin von der Hebräischen Universität ein chemisches Reagenzspray testen. Das Spray zersetzt Kohlenwasserstoffmoleküle des Öls und wandelt sie in Kohlensäure und Wasser um, die gefahrenlos vom Boden aufgenommen werden können. Erste Versuche im Negev liefen erfolgreich und die Wissenschaftler hoffen nun, damit einen entscheidenden Beitrag zur Reinigung des Naturreservates zu leisten.

Auch eine Gruppe Wissenschaftler der Technion Universität ist vor Ort: Sie hoffen, mit Hilfe von Bakterien, die das Öl zersetzen können, den Schaden zu begrenzen.

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Weitere Informationen:

Wissenschaftler bekämpfen Öl-Schaden im Negev (englisch), Israel21c, 12.01.15

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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