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Israel wird grüner – ein Land geht auf Recycling-Kurs

in Israel Zwischenzeilen

Für Deutsche und Schweizer in Israel ist der Griff zum Mülleimer oft mit einem schlechten Gewissen verknüpft: Glass wandert genauso in den Hausmüll, wie viele Plastikverpackungen, Batterien und Alu – Recycling ist in Israel noch nicht halb so verbreitet, wie es sich viele wünschen würden. Einer neuesten Studie des Tel Hai Academic College nach, trennen allerdings inzwischen über 300 000 israelische Haushalte ihren Müll – das ist eine Steigerung von 400 Prozent in den letzten zwei Jahren.

Das große Aber kommt jedoch häufig trotzdem nach dem Gang zum Recycling-Container, denn nicht jede Flasche wird auch wirklich recycelt. Häufig endet der getrennte Müll dann doch wieder in den allgemeinen Mülldeponien. Dagegen setzt sich das Umweltschutzministerium ein, indem es beispielsweise kürzlich die Gebühren für Mülldeponieren stark angehoben hat. So sollen Städte und Gemeinden motiviert werden, mehr zu recyclen. Hintergrund hierfür ist, dass die derzeitigen Zahlen erheblichen Verbesserungsspielraum nach oben zulassen: 80 Prozent des Mülls wird nicht recycelt. Die restlichen 20 Prozent werden über einen staatlichen „Hygiene“ Geldtopf finanziert.

Am Tel Aviver Strand ist es noch ein langer Weg zur Mülltrennung(Foto: Jennifer Bligh)
Am Tel Aviver Strand ist es noch ein langer Weg zur Mülltrennung
(Foto: Jennifer Bligh)

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