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Finanzministerium will Kontrolle für importierte Lebensmittel erleichtern

in Israel Zwischenzeilen

Jedes Nahrungsmittel, das momentan in Israel importiert wird, muss, auch wenn es bereits von Rabbinern im Ausland als „koscher“ bewertet wurde, noch einmal von israelischen Rabbinern re-zertifiziert werden, um in koscheren Supermärkten des Landes verkauft zu werden. Da die meisten grossen Supermarktketten im Land lediglich koschere Produkte verkaufen, ist dieser zusätzliche Mehraufwand laut Finanzministerium einer der Gründe für die hohen Lebensmittelpreise.

Man sei daher in engen Gesprächen mit dem Ministerium für religiöse Belange, um diese Prozesse zu liberalisieren. Daneben sollen Einfuhrzölle reduziert werden, um so mehr Wettbewerb auf dem Markt für Nahrungsmittel zu ermöglichen. Momentan dominieren drei Hersteller für Milchprodukte, „Tnuva“, „Strauss“ und „Tara“ sowie für Fleischprodukte „Tnuva“ und „Dabach Brothers“ und für Erfrischungsgetränke „Coca Cola Israel“ den Markt.

Da die Gespräche noch im Anfangsstadium sind, ist bisher nicht klar, wann und wie Veränderungen eingeführt werden können, die die Nahrungsmittelpreise in Israel normalisieren: So kosten momentan, laut einer Studie der OECD von 2013, Milchprodukte in Israel im Schnitt 40 Prozent mehr als in anderen OECD-Ländern.

Seit Jahren beschweren sich Israelis über zu hohe Lebensmittelpreise, besonders für Molkereiprodukte. (Bild: http://www.lightapp.com)
Seit Jahren beschweren sich Israelis über zu hohe Lebensmittelpreise, besonders für Molkereiprodukte. (Bild: http://www.lightapp.com)

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Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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