MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Regierung plant Feiertag für jüdische Einwanderer

in Israel Zwischenzeilen

Die Knesset stellt in dieser Woche einen Gesetzesentwurf vor, der einen nationalen Feiertag für alle jüdischen Einwanderer nach Israel umsetzen will. Der Entwurf, der von allen wichtigen Knesset-Parteien mitunterzeichnet wurde, entstand auch durch die Initiative von den israelischen Neueinwanderern Jay Shultz (ursprünglich aus New York) und Jonathan Javor (ursprünglich aus London). Shultz ist der Gründer der Community „TLV Internationals“, Javor arbeitet für die Tel Aviver Stadtverwaltung als Berater für Immigrationsstrategien.

Sollte das Gesetz bestätigt werden, wäre damit der 10. Nisan im jüdischen Kalender (fällt in diesem Jahr auf den 10. April) der offizielle Feiertag für die jüdische Einwanderungsbewegung Alija und für besondere Verdienste von Einwanderern. Im Tanach wird der 10. Nisan als Datum für die erste Masseneinwanderung jüdischer Bürger über den Jordanfluss in das Heilige Land beschrieben.

Als Alija (aus dem Hebräischen: „Aufstieg“) wird die Einwanderung von Juden aus aller Welt nach Israel bezeichnet. Neben den grossen Einwanderungswellen in der Geschichte des Staates Israel (beispielsweise Alija der ehemaligen Bürger der Sowjetunion in den Neunzigern sowie von der Regierung organisierte Alija der äthiopischen Juden), kommen bis heute tausende Juden pro Jahr ins Land. Allein 2013 waren es 19.200 – sie kamen vor allem aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Westeuropa, den USA und Südamerika.

alija

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Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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