MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Israelische Krankenhäuser streiken – aus Protest gegen gewalttätige Übergriffe

in Israel Zwischenzeilen

„Wir rufen auf, das gegenseitige Vertrauen und den Respekt zwischen Ärzten und ihren Patienten zu unterstützen: wir rufen jeden Israeli auf, am Kampf gegen Gewalt und jegliche Form physischer und verbaler Gewalt teilzunehmen. Die Qualität der medizinischen Behandlung, die Patienten erhalten, hängt auch von ihrer Kooperationswilligkeit ab.“, mit diesen Worten wandte sich der Vorsitzende der „Israel Medical Association“ Dr. Leonid Eidelman in dieser Woche an die Öffentlichkeit.

Mit einer zweistündigen Streikaktion am Sonntag protestierten die Krankenhausmitarbeiter gemeinsam mit der Organisation gegen Gewaltattacken durch Patienten und ihre Angehörigen, denen Ärzte und Pfleger immer wieder ausgesetzt sind. Mindestens fünf Ärzte waren allein in den vergangenen Wochen angegriffen worden.

Die „Israel Medical Association“ wurde 1912 gegründet und fungiert als Lobby Organisation für Ärzte im Land, daneben diskutiert sie ethische Fragen und informiert mithilfe des Journals „Harefuah“ über neuste medizinische Erkenntnisse.

Unter anderem in Haifa im Rambam Krankenhaus wurde am Sonntag gestreikt. (Bild: wikimedia.org)
Unter anderem in Haifa im Rambam Krankenhaus wurde am Sonntag gestreikt. (Bild: wikimedia.org)

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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