MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Preis der Vereinten Nationen für israelisches Hilfsprojekt

in Israel Zwischenzeilen

In Israel ist man nicht immer glücklich über die Entscheidungen der Vereinten Nationen – jetzt hat die UN aber einen Preis verliehen, auf den man im Land stolz sein kann: Die Organisation „Innovation: Africa“ und ihre Präsidentin Sivan Yaari-Borowich wurden für ihr Engagement in Ländern wie Äthiopien, Tansania, Uganda und Malawi ausgezeichnet. Yaari-Borowich gründete die Organisation 2008 mit dem Ziel, israelische Technologien in afrikanische Dörfer zu bringen. Finanziert werden die Projekte mehrheitlich von jüdisch-amerikanischen Spendern.

Mehr als 450.000 Menschen in 66 Projekten auf dem ganzen Kontinent hat „Innovation: Africa“ mittlerweile Solarenergie, sauberes Wasser, Tröpfchenbewässerung und Kühlanlagen für Medikamente und Impfungen gebracht. So konnten beispielsweise in Uganda mehrere Schulen mit Solarenergie ausgestattet und in Malawi das erste Öko-Dorf Afrikas aufgebaut werden: In Ndaula wurde ein Gemeinschaftsgarten aufgebaut und weil die Frauen und Mädchen dank einer Solarbetriebenen Wasserpumpe nicht mehr stundenlang laufen müssen, um Wasser zu holen, können mehr von ihnen arbeiten bzw. zur Schule gehen. Inzwischen schliessen in dem Dorf 26,5 Prozent mehr Jugendliche die Schule ab, als vor dem Engagement der Organisation.

Der Preis wurde im Rahmen einer Ausstellung für grüne Initiativen der „United Nations Industrial Development Organisation“ in Nairobi verliehen.

Sivan Yaari-Borowich mit Offiziellen der UN bei der Preisverleihung. (Bild: Innovation: Africa)
Sivan Yaari-Borowich mit Offiziellen der UN bei der Preisverleihung. (Bild: Innovation: Africa)

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Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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