MAGAZIN – LEBEN IN ISRAEL

Fussball-Akademie für weiblichen Nachwuchs gegründet

in Israel Zwischenzeilen

Israelis sind begeisterte Fussball-Fans. Gerade deswegen sieht man bei Spielen der israelischen Nationalmannschaft, die es in den letzten Jahren weder zur Teilnahme an einer Europa- noch einer Weltmeisterschaft geschafft hat, oft frustrierte Gesichter – wie kann ein Land, das so begeistert für Mannschaften wie den FC Barcelona, Manchester United oder die brasilianische Nationalmannschaft jubelt, keine besseren Fussballspieler hervorbringen?

Zumindest in die weiblichen Kicker des Landes will der Israelische Fussballverband jetzt mehr investieren und hat daher eine nationale Frauenfussball-Akademie ins Leben gerufen. 21 ausgewählte Spielerinnen starteten dort im September ihre Ausbildung. Die Mädchen leben von Sonntag bis Donnerstag in der Akademie, elf Monate im Jahr. Trainiert wird zweimal am Tag, gespielt in einer Jungen- und der ersten Frauenliga. Die Nachwuchsakademie soll die Spielerinnen aber nicht nur sportlich fördern, sondern auch Werte wie Fair Play, Teamwork und Erfolgshunger vermitteln. Durch optimales Training in optimalem Umfeld will man das Potenzial junger Talente ausreizen, um künftig auch international eine bessere Rolle spielen zu können.

Ob diese Massnahme Früchte trägt, wird man zum ersten Mal bei der kommenden UEFA-Europameisterschaft für Frauen 2014/15 sehen: diese wird sogar in Israel ausgetragen und ist daher die ideale Beweisprobe für das Können israelischer Fussballspielerinnen.

Bisher spielen israelische Frauen noch nicht in den ganz wichtigen Spielen mit – das soll sich zukünftig ändern (Bild: IFA).
Bisher spielen israelische Frauen noch nicht in den ganz wichtigen Spielen mit – das soll sich zukünftig ändern (Bild: IFA).

Weitere Informationen:

  • Israelischer Fussballverband gründet Akademie für Frauen, UEFA.com, 18.10.13

 

 

Redakteurin Katharina Höftmann arbeitete im Auslandsbüro der dpa in Tel Aviv und für die WELT ONLINE. Sie lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Tel Aviv («Guten Morgen Tel Aviv», «Die letzte Sünde»).

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